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VIP seit Mai 2017 – Ein Rückblick

Als ich im Januar 2017 vom VIP-Programm hörte, war der Fall für mich sofort klar: Das mache ich. Dass ich sofort durchmarschiert bin, sobald Christa ihr Programm eröffnet hatte, und nach Christa, der erste VIP (Vorstand im Projekt) wurde, war genau richtig. Zeit, meine Erfahrungen zu teilen.

Eine meiner besten Entscheidungen als Selbstständiger war, Mitglied im VGSD zu werden. So erfuhr ich nämlich von Christa Weidners VIP-Programm, als sie es bei einer VGSD-Veranstaltung in München vorstellte. Ich dachte sofort: „Wenn ich Gas gebe, komme ich als einer der Ersten rein – bevor der große Run beginnt.“ Nur zwei Monate hat es gedauert, bis alle Verträge unterschrieben waren.

Ich war tatsächlich VIP #1, aber der Run ist ausgeblieben. Sind den Anderen die Vorteile nicht klar? Fürchten sie, etwas zu verlieren? Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn wir uns rasch vermehren. Lest einfach, was sich als VIP ändert – und was nicht.

Die größte Veränderung steckt für mich – das mag jetzt etwas kleinlich klingen – in der Reisekostenabrechnung. Die muss ich nämlich jetzt mit einem Programm machen, das ich als Außendienstmitarbeiter installiert habe. Die Erfassung finde ich umständlich, aber Johannes, der Büroleiter der AG, braucht es so. Ich habe als Freiberufler meine Administration und Buchhaltung selbst gemacht, und liebe die Selbstbestimmung bei meinen Werkzeugen. Hier gibt die AG natürlich erst einmal alles vor, aber die eine Stunde im Monat Unterschied zu vorher ist kaum der Rede wert. Außerdem muss ich nur ein besseres Tool vorschlagen, das sich gut integrieren lässt, dann würde sich das ändern.

Das war es auch schon mit der Selbstbestimmung, die ich aufgeben musste. Abgesehen von der VIP-Gebühr ist das Netto praktisch unverändert. Was die AG für meine Leistung netto in Rechnung stellt, steht nach Abzug der Kosten zur Auszahlung als Bezüge zur Verfügung, so sieht es unsere Geschäftsordnung vor. Bei der Krankenversicherung ergibt sich in meinem Fall sogar ein kleiner steuerlicher Vorteil gegenüber der Abrechnung als Freiberufler.

Die Abwicklung meiner Bezüge und Erstattungen ist inzwischen gut eingespielt. Ich habe Zugriff auf das Bankkonto und kann damit die für mich relevanten Bankbewegungen einsehen. Nicht verschweigen will ich, dass es am Anfang ein paar Unstimmigkeiten gab. Ich war eben der Erste. Dass die AG mir die VIP-Gebühr in Rechnung stellt, wollte ich nicht einsehen. Wir haben dann einen besseren Weg gefunden. Hier empfehle ich aber jedem Interessenten, sich damit zu befassen.

Und ist die Scheinselbständigkeit jetzt als Thema vom Tisch? Ich habe noch zu wenig Erfahrung in der Akquise, weil ich immer noch beim selben Kunden bin, wie vorher. Mein Eindruck ist, dass die großen Auftraggeber auf die etablierten Vermittler hören, die das Alleinstellungsmerkmal nicht sehen (wollen). Da gehen AG-Vorstände im Rauschen unter. Bei kleineren Firmen war die Resonanz bisher durchweg positiv. Die Sorge, als arbeitnehmerähnlicher Selbstständiger eingestuft zu werden, beschäftigt mich jedenfalls nicht mehr.

Die Zusammenarbeit im Vorstand empfinde ich als Kooperation auf Augenhöhe mit sehr überschaubarem Zeitaufwand. Vieles können wir auf Zuruf erledigen. Wenn wir so wachsen, dass wir mehr Struktur brauchen, habe ich auch nichts dagegen.

In Summe war es ein guter Schritt, so schnell wie möglich VIP zu werden. Vielleicht erweist es sich bald sogar in finanzieller Hinsicht als Glücksfall auf eine Art, mit der ich gar nicht gerechnet hätte – wenn nämlich, wie im Positionspapier aus den GroKo-Sondierungen angekündigt, die allgemeine Vorsorgepflicht kommt.

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